Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Ol

Das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte ist ein klassisches Mehrspartenmuseum, dessen Schausammlungen auf drei Häuser – Schloss, Prinzenpalais und Augusteum – verteilt sind. Als eine von zwei Einrichtungen der »Niedersächsischen Landesmuseen Oldenburg« ist es dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur nachgeordnet.

Im Jahr 1919 wurde das Landesmuseum gegründet. Die Residenz­geschichte der Herzöge und späteren Großherzöge von Olden­burg war mit der Novem­ber­revolu­tion 1918 zu Ende gegangen und das frei gewordene Resi­denz­schloss wurde auf der Suche nach »einer besonders würdigen Unterkunft für den Kunstbesitz des Staates« als Sitz des neuen Museums ausgewählt.

Die Notwendigkeit, für das 1886 gegründete und erst 1914 verstaat­lichte Kunstgewerbemuseum (später »Landesgewerbemuseum«) ebenfalls neue Räume zu finden, ließ den Gedanken an ein Mehr­sparten­museum auf­kommen. Die bildende Kunst, also die »Galerie Alte Meister« von 1804 und die »Staatliche Galerie Neuerer Malerei« von 1908 sollten in Symbiose mit »heimatlichen Altertümern« und Kunstgewerbe vertreten sein. Das Konzept, das vom Gründungs­direktor Walter Müller-Wulckow erstellt wurde, war unver­kenn­bar an den Ideen von Justus Brinckmann für das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe orientiert.

Heute ist im Oldenburger Schloss die 1997 eröffnete und 2004 bis 2005 überar­beitete Dauer­ausstellung zur oldenburgischen Landesgeschichte beheimatet. Seit 2004 hat auch die Abteilung Kunst­gewerbe hier ihren Platz gefunden. Das 1981 wieder­eröffnete Augusteum – der älteste Museums­bau Oldenburgs – beherbergt gegenwärtig die Sammlung »Alte Meister« und wird daneben für Wechsel­ausstellungen genutzt. Das Prinzen­palais wurde im Jahre 2004 als drittes Aus­stellungs­gebäude des Landesmuseums eröffnet. Es beherbergt heute die »Galerie Neue Meister« mit der Malerei des 19. und 20. Jahr­hun­derts sowie die Museums­verwaltung.

Bei der Gründung von MUSEALOG im Frühjahr 1997 war das Landes­museum eine von drei beteiligten Institutionen. Seither sind 117 Wissen­schaftler/innen mit moderner Museums­arbeit vertraut gemacht worden. Die Absolvent(inn)en haben in allen Sparten des Landes­museums arbeiten können. Im Vorder­grund stand die Inven­tari­sierung der Bestände, doch auch eine Reihe von Ausstellungs­projekten wurde realisiert, die das Landes­museum ohne Beteiligung von MUSEALOG nicht hätte durchführen können.

Oft mündete das Expertenwissen von MUSEALOG-Teil­nehmer(inne)n in aktive Mitarbeit an bereits in Planung befindlichen Sonder­ausstellungen, zuweilen sogar in eigene Ausstellungsprojekte. Beispielsweise entstand 2001 eine Sonderschau zu »Johann Heinrich Wilhelm Tischbein als Sammler« – seine Oldenburger Werke zählen zu den Allein­stellungs­merk­malen des Landesmuseums – und 2008 wurde durch einen MUSEALOG-Teilnehmer ein Oldenburger Hof­fotograf des 19. Jahrhunderts als Stammvater einer legendären Berliner Foto­grafen­dynastie identifiziert und mit einer bundesweit beachteten Sonderausstellung geehrt. Für den Aufbau einer Abteilung Fotografie, der seit 2006 erfolgt, konnte wertvolle Grundlagenarbeit durch MUSEALOG geleistet werden, ebenso für das Archiv des Museums mit seinen Schriftbeständen aus der Zeit von circa 1885 bis 1990.

Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg
Damm 1 | 26135 Oldenburg |
Telefon: 0441-220 7300 | E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! | www.landesmuseum-oldenburg.niedersachsen.de